Spynel
Hirsch
Spynel erfasst das vollständige 360-Grad-Panorama und erkennt eine unbegrenzte Anzahl von Zielen gleichzeitig – zu Land, in der Luft und auf See. Der Sensor rotiert kontinuierlich und setzt die Einzelbilder zu einem lückenlosen Wärmebild-Panorama zusammen, das im Sekundentakt aktualisiert wird. Bediener erhalten damit ein durchgehendes Lagebild über weiträumige Gebiete hinweg, bei Tag und Nacht.
Das System arbeitet vollständig passiv: Es sendet keine Signale aus, ist damit selbst nicht detektierbar und lässt sich im Gegensatz zur Radartechnik nicht stören. Ob kritische Anlage, Küstenlinie, Grenzabschnitt, Hafen, Flughafen oder Militärstützpunkt – die Spynel-Serie deckt vom kompakten 400-Meter-Sensor bis zum hochauflösenden MWIR-System mit 9 Kilometern Personendetektion ein durchgängiges Leistungsspektrum ab.


Wie Spynel arbeitet
Der Sensorkopf dreht sich kontinuierlich um die eigene Achse und nimmt dabei ein hochauflösendes Infrarot-Panorama auf – je nach Modell zwischen zwei Umdrehungen pro Sekunde und einer Umdrehung alle vier Sekunden. Jede Umdrehung liefert ein vollständiges, aktualisiertes 360-Grad-Bild ohne tote Winkel und ohne Schwenk-Neige-Steuerung.
Die Auswertung übernimmt die integrierte Software CYCLOPE. Sie analysiert den Panorama-Videostrom in Echtzeit, erkennt Ziele automatisch, klassifiziert sie und verfolgt sie über den gesamten überwachten Bereich hinweg. Die Zahl der gleichzeitig verfolgten Spuren ist nicht begrenzt. Erfasst werden konventionelle wie asymmetrische Bedrohungen: kriechende Eindringlinge, Schwimmer, Fahrzeuge, RHIBs und Skiffs ebenso wie UAVs und tieffliegende Luftfahrzeuge.
Da SPYNEL rein thermisch arbeitet, ist das System unabhängig von Beleuchtung und funktioniert in völliger Dunkelheit genauso wie am Tag. Ein Zielobjekt muss nicht beleuchtet werden und kann sich einer Detektion auch nicht durch Tarnfarben oder Signaturreduktion im sichtbaren Spektrum entziehen.

Typische Einsatzbereiche
+ Kritische Infrastruktur und Industrieanlagen
+ Häfen, Küstenlinien und maritime Sicherheit
+ Grenzüberwachung und Grenzschutz
+ Flughäfen und luftfahrtnahe Liegenschaften
+ Militärische Liegenschaften und temporäre Feldlager
+ Öl- und Gasanlagen, auch offshore

Technische Eckdaten und Einsatzschwerpunkte
Alle Spynel-Modelle bieten ein horizontales Sichtfeld von 360 Grad und sind nach IP66 geschützt. Die Sensoren der Serien S, U und X arbeiten im Temperaturbereich von –40 °C bis +71 °C, SPYNEL M von –40 °C bis +60 °C.
Die Detektionsreichweite auf Personen reicht von 400 Metern bei Spynel M 600W bis zu 9 Kilometern bei Spynel X 8000; auf Fahrzeuge und RHIBs entsprechend bis 12,5 Kilometer. Die Bildauflösung reicht von 2,6 Megapixeln bis zu 92.000 × 1.280 Pixeln im Panorama.
Als Detektoren kommen je nach Modell nichtgekühlte Langwellen-Infrarotsensoren (LWIR) oder gekühlte Mittelwellen-Focal-Plane-Arrays (MWIR) zum Einsatz. Spynel U kombiniert zusätzlich einen Kanal für das sichtbare Spektrum und liefert damit Wärmebild und Farbbild parallel als Panorama.
Einsatzschwerpunkte:
SPYNEL M: Kompakt und mobil – 1,8 kg, Personendetektion bis 700 m
SPYNEL S: MWIR-Panorama für mittlere bis große Distanzen – Personendetektion bis 6 km
SPYNEL U: Zwei Kanäle, Wärmebild und sichtbares Spektrum parallel – bis 2 km
SPYNEL X: Höchste Auflösung am Markt – Personendetektion bis 9 km
Detektionsreichweiten nach Johnson-Kriterium und STANAG-Normen. Die Angaben entsprechen der optimalen Leistung und variieren je nach Zielgröße, Clutter-Umgebung, atmosphärischen Bedingungen und Betriebseinstellungen des Sensors.
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